Risikofaktor: Stress
Stress kann in Notsituationen lebensrettend sein und er kann auf
Dauer unsere Gesundheit gefährden.
In Situationen, in denen eine erhöhte Reaktionsbereitschaft
und eine hohe Leistungsfähigkeit gefordert ist, stellt sich
der Organismus auf diese Anforderungen ein. Bei entsprechender
Reizung werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aus dem
Nebennierenmark an das Blut abgegeben. Diese Hormone bewirken, das
dem Körper in kurzer Zeit schnell Energie zur Verfügung
gestellt werden kann: Hierfür werden freie Fettsäuren aus
dem Fettgewebe sowie Glukose, Milchsäure (Laktat) und Glykogen
aus anderen Geweben mobilisiert.
Stress in Notsituationen
Je größer die Not bzw. die Stress-Situation (Sauerstoffmangel, Blutdruckabfall, starke emotionelle und körperliche Belastungen, Schmerzen, Blutverlust, Hitze, Kälte), um so mehr Adrenalin schüttet der Körper aus. Das vermehrt ausgeschüttete Adrenalin bewirkt hierbei unter anderem:
- eine Erweiterung der Skelettmuskelgefäße,
- eine Erweiterung der Herzmuskelgefäße,
- einen Anstieg des Blutdrucks,
- ein beschleunigtes Schlagen des Herzens,
- ein erhöhte Pumpleistung des Herzens,
- eine Erweiterung der Bronchien und
- eine Mobilisierung der als Glykogen und Fett gespeicherten Energie.
Gesundheitliche Risiken durch Dauerstress
Heutzutage treten die lebensbedrohlichen
Stress-Situationen (Angriff des Bären und Flucht vor dem
Verfolger) in den Hintergrund und die alltäglichen
Stress-Situationen des modernen Lebens, wie zum Beispiel Lärm,
Aufregung, Überbelastung am Arbeitsplatz in den
Vordergrund.
Der "Dauerstress" führt dazu, das das freigesetzte Glykogen
und Fett nicht verbraucht wird. Die Folge des alltäglichen
"Dauerstresses" kann folgende Auswirkungen auf unseren Körper
haben:
- Ein im gesamten Körper auftretende (generalisierte) Arteriosklerose mit koronarer Herzkrankheit (KHK),
- arterieller Bluthochdruck (Hypertonie),
- eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK),
- eine Halsschlagaderverengung und deren
- oft tödlich endenden Folgeerkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, usw.).
Weitere Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
