Insulinabhängige Gewebe
Die Zuckerverwertung ist bei einigen Körpergeweben unterschiedlich geregelt. Die meisten Körpergewebe sind insulinabhängige Gewebe, die nur in Anwesenheit von Insulin die Zuckermoleküle aus dem Blut aufnehmen können. Einige Gewebe werden nicht von Insulin beeinflusst, sind also insulinunabhängig und haben immer die gleiche Anzahl an Zuckerschleusen in der Zellmembran, wodurch sie bei ausgeglichenem Blutzuckerspiegel eine gleich bleibende Menge an Zucker aufnehmen. Daraus ergibt sich eine gleich bleibende Zellleistung, die sich auch bei körperlicher Anstrengung nicht ändert bzw. nicht ändern muss.
Insulinabhängige Gewebe: (Auswahl)
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Lebergewebe
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Muskelgewebe
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Fettgewebe
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Leukocyten (weiße Blutkörperchen)
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Erythrocyten (rote Blutkörperchen)
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milchproduzierende Brustdrüsen
Insulinunabhängige Gewebe:
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Gehirn und Rückenmark (ZNS)
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Nieren
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Darmschleimhaut
Das Gehirn ist auf die Verwertung von Glukose spezialisiert und deckt daraus den Großteil seines Energiebedarfs. Blutfette können wegen der Transporteiweiße die Blut-Hirn-Schranke, eine Schutzeinrichtung des Gehirns, nicht überwinden und entfallen als Energielieferant. Eine alternative Energiequelle für das Gehirn sind Ketonkörper (ein Zwischenprodukt aus dem Fettstoffwechsel), die aber erst nach längerem Fasten in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Erythrocyten sind auf Glukose als Energiequelle angewiesen, weil sie keine Mitochondrien haben. Das sind kleine Kraftwerke, in denen in speziellen chemischen Reaktionen Energie gewonnen wird.
Wie kommt der Zucker in die Zellen?
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 01.03.2008
