Insulinwirkung im Fettgewebe

Die Wirkung von Insulin im Fettgewebe ist umfangreich und lässt sich in vier Hauptwirkungen aufgliedern. Die Rede ist hier vom Speicherfett als insulinabhängiges Organ.

Fett als optimaler Energiespeicher

Die Fettzellen speichern hauptsächlich Triglyceride, die aus drei Fettsäuren und einem Glycerinmolekül bestehen. Speichert man eine gleiche Energiemenge in Form von Triglyceriden (Fett) und als Glykogen (Stärke), so hat die Fettspeicherversion etwa nur die Hälfte des Gewichts der Zuckerspeicherversion. Das hat Auswirkungen auf das Körpergewicht, denn ein leichter Körper ist mobiler. Außerdem ist der Energiegehalt von 1 Gramm Fettgewebe etwa 8 kcal gegenüber nur 1 kcal des Glykogens im Muskelgewebe. Die Energiespeicherung in Form von Fettgewebe ist am ökonomischsten.

Die Insulinwirkung auf Fettzellen

  • Förderung des Zuckereinstroms durch Vermehrung der Zuckerschleusen.

  • Vermehrung der Bildung von Fettsäuren aus Zuckerbestandteilen und Bildung von Triglyceriden.

  • Erhöhung der Fettsäureaufnahme in die Zelle durch Aktivierung eines Schleusenenzyms (Lipoproteinlipase).

  • Hemmung des Fettabbaus (Lipolyse).

Sind die Körperzellen durch die Insulinwirkung mit Zucker aufgefüllt, wird der überschüssige Anteil der Glukose ebenfalls durch die Insulinwirkung in Fettsäuren umgewandelt und gespeichert. Bei Insulinmangel (Diabetes mellitus Typ 1, Insulinresistenz) besteht ein ungebremster Abbau der Triglyceride, weil die hemmende Wirkung des Insulins fehlt. Die dadurch frei werdenden Fettsäuren werden in der Leber abgebaut und es entstehen Ketonkörper. Diese können zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes (Ketoacidose) führen.

Zusammenfassung der Insulinwirkung
Das Hormon Glucagon

 

Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 01.03.2008
 

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