Geeignete Sportarten während der Schwangerschaft
Zu den geeigneten Sportarten während der Schwangerschaft zählt beispielsweise Yoga
(Foto: mama licious)
Geeignete Sportarten während der Schwangerschaft sind nicht schwer zu finden. So sind beispielsweise Radfahren, Schwimmen oder Yoga gut in der Zeit mit dem Babybauch geeignet. Bei Sport in der Schwangerschaft gilt generell: Schwangere sollten sich nicht überfordern und eine Herzfrequenz von 130 Schlägen pro Minute nicht überschreiten.
Hat die Schwangere eine Sportart bereits vor ihrer Schwangerschaft ausgeübt, ist die Wahrscheinlichkeit zu stürzen oder sich zu verletzten geringer, als bei Frauen, die eine Sportart erst während der Schwangerschaft neu erlernen oder ausprobieren. Sobald der Bauchumfang zu groß und der Sport zu beschwerlich wird, sollten Schwangere aber auf sportliche Aktivitäten verzichten.
| Sportart | Bemerkung | ||
|---|---|---|---|
| Geeignet | |||
| Aerobic | Geeignet | ||
| Aqua-Aerobic | Gut geeignet | ||
| Chi-Gong | Gut geeignet | ||
| Golf | Geeignet | ||
| Gymnastik | Geeignet | ||
| Radfahren | Geeignet | ||
| Schwimmen | Geeignet, nur bei Wassertemperaturen zwischen 20° C und 35° C | ||
| Segeln | Geignet | ||
| Tai-Chi | Gut geeignet | ||
| (Power)Walking | Geeignet | ||
| (Berg-)Wandern | Geeignet bis 2000 Meter Höhe, es sollten keine extremen Höhenunterschiede überwunden werden | ||
| Yoga | Gut geeignet | ||
| Erlaubt | |||
| Badminton | Erlaubt. Vorsicht bei Drehbewegungen, Stops und Sprints | ||
| Inline-Skating | Sturzgefahr. Nur bis zur 16. Schwangerschaftswoche erlaubt | ||
| Joggen | Bis 2000 Meter Höhe erlaubt. Wichtig sind stabile und dämpfende Schuhe | ||
| Muskeltraining | Moderates Training unter Anleitung erlaubt. Übermäßiges Bauchmuskeltraining vermeiden | ||
| Rollschuh-Laufen | Sturzgefahr. Nur bis zur 16. Schwangerschaftswoche erlaubt | ||
| Saunieren | Erlaubt, jedoch nicht mehr als max. zehn bis zwölf Minuten | ||
| Schlittschuh-Laufen | Sturzgefahr. Nur bis zur 16. Schwangerschaftswoche erlaubt | ||
| Skilanglauf | Erlaubt, jedoch nicht über 1500 Meter Höhe | ||
| Squash | Erlaubt. Vorsicht bei Drehbewegungen, Stops und Sprints | ||
| Tanzen | Erlaubt | ||
| Tennis, Tischtennis | Erlaubt. Vorsicht bei Drehbewegungen, Stops und Sprints | ||
| Nicht empfohlen/ungeeignet | |||
| Ballsport | Ungeeignet. Bänder könnten überlastet werden | ||
| Bungee-Jumping | Nicht empfohlen | ||
| Fallschirm-Springen | Nicht empfohlen | ||
| Fechten | Nicht empfohlen | ||
| Geräteturnen | Nicht empfohlen, da ein hohes Sturzrisiko besteht | ||
| Kampfsportarten | Nicht empfohlen | ||
| Mannschaftssport | Nicht empfohlen. Es besteht Verletzungsgefahr durch Mitspieler | ||
| Marathon | Ungeeignet. Besser ist es, auf Joggen umzusteigen | ||
| Reiten | Nicht empfohlen | ||
| Rudern | Ungeeignet. Zu hohe Beanspruchung der Bauchmuskulatur | ||
Alle hier aufgeführten Sportarten ersetzten nicht die Schwangerschaftsgymnastik, bei der auch Atemtechniken vermittelt werden und eine gezielte Vorbereitung auf die Geburt stattfindet.
Wissen Schwangere nicht, welche Sportart und welches Leistungsniveau sie sich zumuten dürfen, ist frauenärztliche Beratung die beste Möglichkeit, um eine geeignete Sportart zu finden.
Wann Vorsicht geboten ist
Obwohl generell nichts gegen Sport in der Schwangerschaft spricht, sollte unter bestimmten Voraussetzungen darauf verzichtet werden. Wenn folgende Risikofaktoren vorliegen, ist es ratsam, zunächst den behandelnden Frauenarzt zu fragen, ob sportliche Aktivitäten im individuellen Fall erlaubt sind:
- Bluthochdruck
- Herz- und Gefäßerkrankungen
- Diabetes
- Schilddrüsenstörungen
- Unter- oder Übergewicht
- vorangegangene Fehlgeburt(en)
- gerade überstandene Infektionen
- Mehrlingsschwangerschaft
Viele Frauen befürchten vorzeitige Wehen durch Sport in der Schwangerschaft. Körperliche Betätigung löst diese aber nur dann aus, wenn die Kontrolluntersuchungen ausgeschlossen werden. Generell sind leistungsorientierte Sportarten oder Wettkämpfe in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen.
Ein Sportverbot in der Schwangerschaft gilt, wenn es während der Aktivitäten zu folgenden Symptomen kommt:
- Atemnot
- Unterleibsschmerzen
- Blutungen
- Unwohlsein
- Schwindel
- Augenflimmern
- Kopfschmerzen
In diesem Fall sollten sich Schwangere sofort von ihrem Arzt untersuchen lassen.
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Quellen:
Online-Informationen des Berufsverband der Frauenärzte e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: http://www.frauenaerzte-im-netz.de (Stand: Juni 2008)
Lange-Ernst, M.-E.: Fit auch mit Bauch - Sport und Bewegung in der Schwangerschaft. Pressemitteilung des Berufsverband der Frauenärzte e.V. (16.08.2006)
Autor: Jessica Schmid
Letzte Änderung am: 17.08.2009
