Diabetes und Diäten

Bei Diabetes mellitus ist der Blutzucker chronisch erhöht, da das Hormon Insulin fehlt oder nicht ausreichend wirksam ist, um den Blutzucker in die Zellen zu transportieren. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Typen: Der insulinpflichtige Typ 1, eher jüngere Menschen, muss sich Insulin spritzen, weil der Körper es nicht mehr produziert, während beim Typ 2, meist übergewichtige ältere Menschen, die Insulinproduktion zwar noch vorhanden, aber nicht ausreichend ist, da das Insulin kaum wirkt.
Abhängig von den zwei Typen erfolgt auch die Behandlung mit verschiedenen Medikamenten. Ein nicht oder schlecht eingestellter Diabetes geht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Polyneuropathie, Nieren- und Augenschäden und Schäden an anderen Organen sowie an kleinen und großen Gefäßen einher.

Einfluss der Ernährung

Die richtige Ernährung ist bei jedem Diabetes-Typ genauso wichtig wie die medikamentöse Behandlung. Es soll dabei nicht nur der Blutzucker reguliert, sondern auch diabetestypische Folgeschäden für Herz, Augen, Nerven, Gefäße und Nieren reduziert werden. Grundsätzlich muss keine strenge spezielle Diabetes-Diät eingehalten werden.
Mit Hilfe einer gesunden, ausgewogenen Mischkost und Beachtung kleiner Ernährungsempfehlungen sowie Reduktionskost bei Übergewicht, kann der Blutzuckerspiegel entscheidend verbessert und das Risiko für Folgeerkrankungen reduziert werden.

Ernährungsempfehlung

Bei übergewichtigen Diabetikern steht die Reduktion des Körpergewichtes mit Hilfe einer ausgewogenen, gesunde, vollwertigen Ernährung im Vordergrund, die aus 50% Kohlenhydraten, 30% Fetten sowie 20% Eiweiß bestehen sollte. Hierbei sollten komplexe Kohlenhydrate in Form von Obst, Gemüse, Vollkornprodukten mit niedrigem glykämischem Index und hohem Gehalt an Ballaststoffen bevorzugt werden. Bei Diabetes mellitus hat es sich bewährt, zu den Mahlzeiten Ballaststoffe wie goldgelbe Leinsamen oder Kleie mit Flüssigkeit einzunehmen, da dadurch der Blutzucker langsam ansteigt. Leinsamen und Haferkleie können ohne KE-Anrechnung gegessen werden.
Die Kohlenhydrate dabei auf vier Mahlzeiten verteilen, um starke Schwankungen des Blutzuckers zu vermeiden. Bevorzugen Sie fettarme Nahrungsmittel, aber reich an ungesättigten Fettsäuren mit Bevorzugung guter Fette wie z.B. in Pflanzenölen (z.B. Oliven-, Maiskeim-, Sonnenblumen-, Raps-, Leinöl). Bei intensivierter Insulintherapie kann die Insulinmenge auf die jeweiligen Mahlzeiten sowie Kohlenhydrat-/BE abgestimmt werden.

Zu meidende Nahrung

Ersetzen Sie Sacchararose, Traubenzucker, Honig und zuckerhaltige Getränke durch Zuckeraustauschstoffe, z.B. Fructose, Sorbit oder Xylit, bzw. Süßstoffe, um den Blutzuckerspiegel nicht zusätzlich zu erhöhen. Auch Weißmehlprodukte, süßes Gebäck und Süßigkeiten sollten reduziert werden. Alkohol, besonders außerhalb der Mahlzeit, steigert das Risiko für eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) und sollte deswegen nur in Maßen (Männer unter 30 g, Frauen unter 15 g reinen Alkohol) und nur zu kohlenhydratreichen Mahlzeiten getrunken werden.

Orthomolekulare Therapie

Verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe können in höherer Dosis den Blutzuckergehalt und die Insulinwirkung positiv beeinflussen. Hochdosiertes Vitamin C stärkt die kleinen Blutgefäße, Vitamin E und Niacin verbessern die Insulinwirkung und B-Vitamine vermindern Nervenschädigungen. Mineralstoffe wie Chrom, Zink und Magnesium unterstützen die Regulierung des Blutzuckergehaltes und schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen. Sekundäre Pflanzenstoffe aus Zimt senken den Blutzucker bei Typ 2-Diabetikern, indem sie die Insulinwirlung verstärken.

Sonstige Empfehlungen

Um weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren zu minimieren, sollten Sie versuchen nicht zu rauchen und Stress zu meiden. Ein geregelter Tagesablauf, ohne Schicht- bzw. Nachtarbeit sowie ausreichender Schlaf wirken sich günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. Körperliches Training verbessert die Glukosetoleranz, vermindert die Insulinresistenz in den Zellen und unterstützt die Gewichtsabnahme. Deswegen sollten Sie regelmäßig am besten Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen, Fahrradfahren sowie Gymnastik ausüben.

Bei Fragen zur richtigen Ernährung bei Diabetes befagen Sie auch gerne unsere Experten in den Sprechstunden.

Diabetes: Komplikationen und Folgeschäden


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Autor: Qualimedic.com AG 
Letzte Änderung am: 11.12.2008
 

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