Diabetes Typ 2: Therapie
Die Behandlung von Typ-2-Diabetes ist oft nicht einfach. Denn mehr als bei vielen anderen Erkrankungen spielt bei der Behandlung die Eigenverantwortung des Betroffenen und sein Wissen um seine eigene Krankheit eine zentrale Rolle. Durch die Diabetes-Schulung wird der Patient aufgeklärt und dadurch zu einem mündigen Partner für den Arzt.
Oberstes Ziel der Diabetes-Behandlung ist die Vermeidung der nicht mehr rückgängig zu machenden Komplikationen und Folgeschäden. Um dieses Ziel zu erreichen und damit eine gute Lebensqualität aufrecht zu erhalten, sind drei therapeutische Eckpfeiler wichtig:
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Verhaltensänderung des Betroffenen (Ernährungsumstellung zur Gewichtsreduktion, mehr körperliche Bewegung) sowie konsequente Einhaltung der Kontroll- und Therapie-Empfehlungen
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medikamentöse Therapie
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regelmäßige ärztliche Kontrollen über den Verlauf der Krankheit mit der Möglichkeit zum frühzeitigen Einschreiten bei Veränderungen bzw. Verschlechterungen
Eigeninitiative
Bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes kommt viel auf die Eigeninitiative und Mitarbeit des Patienten an. Neben der Einhaltung einer speziellen Diabetiker-Diät wird für die übergewichtigen Diabetiker generell eine Gewichtsabnahme empfohlen (Informationen hierzu vom Arzt bzw. aus der Diabetiker-Schulung).
Keine Radikalkuren sind hier angeraten, sondern Ernährungsumstellung (fettarm und ballaststoffreich) und mehr körperliche Bewegung. Auf Rauchen sollte verzichtet werden, da alle diabetischen Komplikationen durch Nikotin noch verstärkt werden (Stichwort: "Raucherbein").
Neben der strikten Einhaltung der regelmäßigen ärztlichen Kontrollen sollte der Betroffene aufmerksam die Signale seines Körpers beachten:
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Schmerzen beim Laufen?
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Häufiges Einschlafen der Beine?
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Probleme beim Sehen?
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Kribbeln im Arm?
Veränderungen, die auf die Diabetes-typischen Folgeschäden und Komplikationen hinweisen könnten, müssen mit einem sofortigen Arztbesuch geklärt werden.
Verlaufskontrollen
Diabetes und Diäten
Medikamente
Meistens ist der Diabetes Typ 2 nicht insulinpflichtig. In späteren Stadien und speziellen Fällen kann dennoch eine Insulin-Zufuhr nötig werden, teilweise sogar über eine Insulinpumpe. Hier gelten dann die gleichen Informationen und Regeln wie für den Typ-1-Diabetiker.
Acarbose
Häufige Anwendung finden Medikamente mit dem Wirkstoff Acarbose. Sie verzögern die Aufnahme von Kohlenhydraten im Dünndarm. Damit soll verhindert werden, dass es kurz nach einer Mahlzeit zu den gefürchteten Blutzucker-Spitzen kommt.
Sulfonylharnstoffe
Wenn trotz Diät, Gewichtsreduktion und körperlicher Bewegung keine Besserung erzielt werden kann, haben sich Medikamente aus der Gruppe der so genannten Sulfonylharnstoffe bewährt, die ständig weiterentwickelt und verbessert werden. So bewirkt Glimeperid, der neueste Wirkstoff aus dieser Gruppe, eine dem Bedarf besser angepasste Insulin-Produktion in der Bauchspeicheldrüse und einen verbesserten Glukose-Transport im Körper.
Biguanide
Besonders bei stark übergewichtigen Diabetikern kommen so genannte Biguanide (Wirkstoff-Kurzbezeichnung: Metformin) zum Einsatz. Sie beeinflussen den Fettstoffwechsel und die Reaktion der Zellen auf Insulin günstig und senken das Körpergewicht.
Insulinsensitizer
Als Insulinsensitizer bezeichnet man eine neue Stoffklasse, die in der Lage ist, die Zellen - hauptsächlich in Muskeln, Leber und Fettgewebe - für Insulin empfindlicher zu machen. Die chemisch als Thiazolidindione bezeichneten Medikamente verbessern die Wirkung des körpereigenen Insulins. Es muss also Insulin vorhanden sein, weshalb sie beim Diabetes Typ 2 zum Einsatz kommen und da besonders bei einer bestehender Insulinresistenz. Die Insulinsensitizer verursachen eine verstärkte Bildung der speziellen Zucker-Transport-Stoffe, die den Zucker aus dem Blutstrom in die Zellen hinein transportieren. Auch auf den Fettstoffwechsel besteht ein günstiger Einfluss, der zu einer Verminderung der gefäßschädigender Risikofaktoren führt. Allerdings können Insulinsensitizer nicht eingesetzt werden, wenn eine Leistungsschwäche (Insuffizienz) von Leber, Nieren- oder Herz besteht und ein Bluthochdruck vorliegt.
Inhalation von Insulin bei
Diabetes
Diabetes:
Komplikationen und Folgeschäden
Leiden Sie auch an Diabetes Typ 2? Auf www.patienten-erfahrungen.de - Ihrem Erfahrungsaustausch im Internet können Sie sich mit anderen Betroffenen und Angehörigen austauschen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 11.12.2008
