Diabetes Typ 1: Therapie

Obwohl es derzeit für den Diabetes Typ 1 noch keine Behandlung gibt, die zu einer Heilung führt, kann der Betroffene dank der modernen Insulin-Therapie, und insbesondere der Insulinpumpentherapie, ein fast normales Leben führen und muss nicht mehr sterben, wie das vor der Insulinentdeckung der Fall war. Vorausgesetzt, er hat bestimmte Grundregeln und Gesetze seiner Erkrankung verstanden. Unverzichtbar ist darüber hinaus eine gute "Teamarbeit" mit dem betreuenden Arzt sowie die konsequente Einhaltung der Therapie- und Selbstkontroll-Empfehlungen.

Zu Beginn jeder Diabetes-Behandlung steht die ausführliche Information der Betroffenen über die Vorgänge, die in seinem Körper ablaufen. Gerade weil der Diabetes anfangs kaum Beschwerden macht und nicht wehtut, soll dem Erkrankten der Zusammenhang zwischen Blutzuckerwerten, Insulin-Zufuhr, körperlichem Befinden und Spätfolgen anschaulich und nachvollziehbar nahe gebracht werden (Diabetes-Schulung).

Das Ziel der Diabetes-Therapie ist, den Blutzuckerspiegel innerhalb der individuellen, vom Arzt festgelegten Grenzen zu halten. Die konsequente Einhaltung der persönlichen Grenzwerte trägt dazu bei, langfristige Komplikationen und Folgeschäden vermeiden zu können. Außerdem fühlen sich Betroffene, die auf ihren Blutzuckerspiegel achten, meistens aktiver, gesünder und ihrem Leben besser gewachsen.

Diabetes Typ 1: Insulin
Insulinpumpe
Inhalation von Insulin bei Diabetes


Insulintherapie

Die tägliche Menge an Insulin wird vom Arzt nach der Diagnose eines Diabetes Typ 1 festgelegt. Diese muss der Betroffene sich selbst regelmäßig zuführen (injizieren = spritzen). Darüber hinaus wird der Arzt den Diabetiker zur Selbstkontrolle seines Blutzuckerspiegels anleiten und ihm bei der Auswahl eines entsprechenden Blutzucker-Messgerätes helfen.

Auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt, erstellt der Arzt zusammen mit dem Diabetiker einen "Stundenplan", aus dem hervorgeht, wann und wie oft er seinen Blutzucker kontrollieren und Insulin injizieren muss.

Insulin kann derzeit nur durch eine Injektion unter die Haut dem Körper zugeführt werden. Dank der modernen Medizintechnik ist die Insulin-Zufuhr heutzutage aber wesentlich unproblematischer als früher. Mit den Insulinspritzen modernster Art ist eine fast schmerzlose Injektion möglich. Mittlerweile stehen neben den herkömmlichen Spritzen so genannte Pens zur Verfügung, die einem Kugelschreiber ähneln. An dem Pen wird die benötigte Insulin-Dosis eingestellt, der Pen wird auf den Bauch aufgesetzt und mit einem Daumendruck die Insulin-Injektion ausgelöst.
Daneben gibt es Insulinpumpen, die ständig eine gewisse Menge Insulin über eine aufgeklebte "Dauernadel" injizieren.
An einer Insulinzubereitung, die als Nasenspray benutzt werden kann, arbeitet die Forschung intensiv.

Insulinpumpe
Inhalation von Insulin bei Diabetes


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Autor: Qualimedic.de 
Letzte Änderung am: 11.12.2008
 

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