Diabetes Typ 1
Beim Diabetes mellitus ist der fein aufeinander abgestimmte Regelmechanismus des Stoffwechsels, insbesondere die Blutzuckerregulation, gestört. In der Hauptsache gibt es hierfür zwei unterschiedliche Ursachen, nach denen man die Zuckerkrankheit auch in verschiedene Typen einteilen muss.
Diabetes Typ 1: Insulinmangel
Beim Diabetes Typ 1 ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage, Insulin zu produzieren. Aus bisher unbekannten Gründen greift das körpereigene Abwehrsystem die insulinproduzierenden beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie (Autoimmunerkrankung). Das geschieht zunächst unbemerkt, aber ab einem bestimmten Punkt entstehen die typischen Beschwerden des Typ 1 Diabetes meistens plötzlich.
Besonders betroffen sind überwiegend jüngere Menschen (Ausbruch der Krankheit in der Kindheit oder Jugend). Diabetes Typ 1 ist die häufigste von allen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, die auf einer Hormonstörung beruhen, und die Zahl der betroffenen Kinder nimmt stetig zu. Der Grund hierfür ist allerdings derzeit ebenso ungeklärt wie die genauen Ursachen der Krankheitsentstehung.
Eine Erwachsenenform des Diabetes Typ 1 ist der LADA - latent autoimmune diabetes in adults - und bezieht sich auf Patienten, die bei der Diagnosestellung älter als 30 Jahre alt sind. Sie werden meistens für einen Typ 2 Diabetes gehalten und erst die diabetesspezifische Autoantikörperdiagnostik führt zur Diagnose Diabetes Typ 1, weil die Zerstörung der insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse sehr langsam abläuft.
Diabetes Typ 1: Ursachen
Diabetes Typ 1: Beschwerden
Diabetes: Diagnostik
Diabetes Typ 1: Behandlung
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Ursachen
Die genauen Ursachen für den Diabetes Typ 1 sind nicht vollständig bekannt. Im Gegensatz zu Diabetes Typ 2 hat der Insulinmangel-Diabetes nichts mit der Ernährung, etwa Überernährung mit daraus folgendem Übergewichjt, zu tun. Vielmehr richtet sich das Abwehrsystem des Körpers gegen sich selbst und zerstört nach und nach die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse.
Das Zusammenwirken folgender Faktoren scheint bei der Entwicklung eines Diabetes Typ 1 eine Rolle zu spielen:
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Die Veranlagung zum Diabetes scheint vererbt zu werden, beim Typ 1 allerdings nicht in dem Umfang, wie es beim Typ 2 zu beobachten ist. Ist ein Kind erkrankt, besteht für ein weiteres Geschwisterkind ein Risiko von etwa 5%, ebenfalls einen Diabetes Typ 1 zu entwickeln.
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Fehlsteuerungen im Abwehrsystem
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Umweltfaktoren
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eventuell könnten auch Viren, die Schäden in der Bauchspeicheldrüse anrichten, von Bedeutung sein.
Beschwerden
Beim Diabetes Typ 1 treten zu Beginn der Erkrankung keine bestimmte Schmerzen oder andere auffällige Krankheitssymptome auf. Dadurch wird das rechtzeitige Erkennen eines Diabetes oft erschwert. Umso wichtiger ist es, bei folgenden Veränderungen, die auf einen krankhaften Zuckerstoffwechsel hinweisen können, aufzumerken:
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ständiger und/oder übergroßer Durst
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sehr häufiges Wasserlassen
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keine oder ungenügende Gewichtszunahme im Wachstumsalter bzw. unerklärlicher Gewichtsverlust bei jungen Erwachsenen
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allgemeine Mattigkeit, Schwächegefühl und Erschöpfungszustände
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Extremfall: Kreislaufkollaps oder sogar Koma.
Ein Besuch beim Arzt ist bei diesen Beschwerden zwingend notwendig. Durch die Bestimmung der Zuckerwerte im Blut kann er eindeutig die Diagnose Diabetes stellen oder auch ausschließen und nach anderen Ursachen forschen.
Diabetes mellitus: Diagnostik
Diabetes mellitus Typ 2
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Autor: Qualimedic.com AG
Letzte Änderung am: 11.12.2008

