Das Hormon Insulin
Insulin ist das einzige Hormon in unserem Körper, das den Blutzucker senken kann. Es ist eine Eiweißverbindung und gehört zu den Peptidhormonen. Insulin wird in den nach Langerhans benannten Inselzellen der Bauchspeicheldrüse hergestellt.
Insulin steht schnell zur Verfügung
Die neu in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse hergestellten Hormonmoleküle müssen ins Blut abgegeben werden (Sekretion), um ihre Wirkung an den insulinabhängigen Geweben entfalten zu können, insbesondere in der Leber, im Muskelgewebe und in den Fettzellen. Insulin kann den Blutzucker effektiv senken und deshalb muss es eine Regelung der Insulinausschüttung geben, damit nur zur richtigen Zeit die richtige Menge Insulin im Blut zirkuliert und keine Unterzuckerung (Hypoglykämie) entsteht. Die Inselzellen brauchen Informationen über den aktuellen Blutzuckerspiegel. Steigt der Blutzuckergehalt an, wird die Hormonproduktion in den Inselzellen angeregt. Sinkt er ab, wird die Herstellung verlangsamt und der Rest gespeichert. Der Körper produziert etwa 1 IE Insulin pro Stunde.
Erst durch Kürzung aktiv
Insulin ist ein sehr kleines Molekül und wird zunächst als eine viel längere Eiweißkette hergestellt, die dann, wenn sie richtig gefaltet ist, in die richtige Länge gekürzt wird. Übrig bleibt das aktive Hormon Insulin. Das abgeschnittene Stück ist die C-Kette oder das C-Peptid. Es hat im Körper keine weitere Funktion, bleibt aber länger im Blut als Insulin (Insulin knapp 5 Minuten, C-Peptid ca. 20 Minuten). Es wird manchmal gemessen, um die Sekretionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse zu überprüfen oder um einen Tumor (Insulinom) auszuschließen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007
